Ego State und Psychotraumatologie

Lehrinhalt der Jahresgruppe 2017

Die aus acht Wochenenden (Freitag und Samstag) bestehende Fachfortbildung beginnt im Februar und endet im Oktober 2017. Hier sollten sich folgende Berufsgruppen angesprochen fühlen: SozialarbeiterInnen, BetreuerInnen, FamilienhelferInnen, Hebammen, ErgotherapeutInnen sowie HeilpraktikerInnen für Psychotherapie.

Die kompakte Jahresfortbildung beinhaltet Grundlagen der Neurophysiologie, Ego State Ausbildung, Grundlagen in der Traumatherapie sowie Vermittlung von praktischen Hilfestellungen im Umgang mit komplextraumatisierten KlientInnen, die Überlebende (meist) organisierter Gewalt sind. Auch vernachlässigen wir nicht, Ihnen Skills zu vermitteln, die Ihnen helfen, sich selbst zu schützen, geben Anleitung zur Wahrung Ihrer Resilienz.

Die Seminargebühren belaufen sich pro WE auf € 295,-. Seminardauer: jeweils Freitag 12 bis 19 Uhr und Samstag 10 bis 17 Uhr. Für alle Seminare gelten die Fortbildungs- und Geschäftsbedingungen.

Es sind kurze Pausen vorgesehen, in denen jeweils ein Imbiss und Getränke gereicht wird. Es besteht die Möglichkeit, am Seminarort zu übernachten, die dort angebotenen Zimmer sind NICHT im Seminarpreis inbegriffen.

Termine 2017, Seminarort Essen

WE1 / Neurophysiologie und Affektmodulation / 11. und 12. Februar
WE2 / Ego State als Teilemodell / 24. und 25. März
WE3 / Mapping von Ego States / 21. und 22. April
WE4 / Kontaktaufnahme zu traumatisierten Ego States / 19. und 20. Mai
WE5 / Die Ebenen der strukturellen Dissoziation / 09. und 10. Juni
WE6 / Wie vermeide ich bei Komplextrauma und DIS Intrusionen und Flashbacks / 14. und 15. Juli
WE7 / Unterstützung in der Interaktion zwischen den Anteilen / 08. und 09. September
WE8 / Unterschied zwischen Täterloyalen und Täterimitierenden Anteilen / 13. und 14. Oktober

Anmeldeformular Jahresgruppe 2017 Ego State und Psychotraumatologie in Essen

Curriculum Jahresgruppe 2017

Bitte klicken Sie auf eine Wocheneinheit, um die Inhalte anzuzeigen

WE1 / Neurophysiologie und Affektmodulation

  • Geschichte der Psychotraumatologie
  • Neurophysiologie (Hyperarousal)
  • Besonderheiten des Traumagedächtnisses
  • PTBS und Komorbidität
  • Affektmodulation und Affektkontrolle praktische Übung
  • Ideomotorik
  • „Etwas Verletztes in Sicherheit bringen“

WE2 / Ego State als Teilemodell

  • Ego State Entstehungsgeschichte “Watkins & Watkins“
  • Ego State als Teilemodell
  • Wann entstehen Ego State
  • Merkmale von Ego State
  • Vorbereitung der Ego State Therapie SARI-Modell
  • Behandlungsplanung
  • Kategorien der verschiedenen Ego State
    • Ressourcenreich
    • Verletzte
    • Kontrollierende
  • Kontaktaufnahmemöglichkeiten zu den verschiedenen States
    • Imagination
    • Hypnose
    • Aufstellungs- / Stuhltechnik
  • Praktische Übungen:
    • Kontaktaufnahmen zur inneren Stärke zum inneren Helfer
    • „Reise zur inneren Stärke“ zum „inneren Helfer“
    • Techniken des „sicheren Ortes“

WE3 / Mapping von Ego States

  • Mapping von Ego States
  • Ressourcenorientierte Fragen
  • Ressourcenorientierte Intervention z.B. Wahrnehmungsschulung
  • Spezielle Interventionen bei Ego States
  • Destruktiver Anteil gegen bedürftigen Anteil
  • Praxisübungen:
    • „Innerer Arbeitsraum“ „Innere Bühne“
    • Affekt- und Somatisierungsbrücke
    • Praktische Übung zu Affektbrücke
    • „Das Kompetenzteam zusammenstellen“

WE4 / Kontaktaufnahme zu traumatisierten Ego States

  • Kontaktaufnahme zu traumatisierten Ego States
  • Erwachsene Ego State als Helfer
  • Traumatisierte Ego State in Sicherheit bringen (Wohlfühlort)
  • Das nachträgliche Nähren
  • Konzept der Arbeit mit traumatischen Ereignissen
    • Wer kann helfen
    • Wer hat was dagegen
    • Muss jemand in Sicherheit gebracht werden
    • Wer hat Schuld auf sich geladen (Ego State)
  • Übung „Tür der Vergebung“
  • Die Bildschirmtechnik
  • Das BASK Modell
    • B steht für (Behavior) Was ist alles passiert?
    • A steht für (Affekt) alle Gefühle die eine Rolle gespielt haben
    • S steht für (Sensation) alle Körperempfindungen
    • K steht für (Knowledge) Gedanken und Bewertungen um das Traumageschehen

WE5 / Die Ebenen der strukturellen Dissoziation

  • Strukturelle Dissoziation
  • Die Ebenen der strukturellen Dissoziation
  • Kaskadenmodell von Teicher (ab 2000)
  • Trauma ist die Verletzung NICHT das Ereignis!
  • Was ist ein ANP
  • Was ist ein EP
  • Übung – „Viele sein“
  • Reorientierungsmaßnahmen
  • „Übung reorientieren“
  • Fallbeispiele aus der Praxis
  • An Fallbeispielen Lösungen erarbeiten

WE6 / Wie vermeide ich bei Komplextrauma und DIS Intrusionen und Flashbacks

  • Wie vermeide ich bei Komplextrauma und DIS, Intrusionen und Flashbacks
  • Notfall-Liste / Notfallkoffer
  • Wie auf Selbstverletzung reagieren
  • Ressourcendiagramm
  • Bindungsphobie bei Komplextraumatisierten
  • Die inneren Strukturen des Systems - Beispiel an einer KlientIn
  • Das Arbeiten auf der inneren Bühne mit verschiedenen Anteilen
  • Das innere hilfreiche Team
  • Übung „Innere Rettungsaktion“

WE7 / Unterstützung in der Interaktion zwischen den Anteilen

  • Psychoedukation in konkreten Worten und Methaphern
  • Der therapeutische Stil
  • Übung „Nicht mehr als der Klient arbeiten!“
  • Funktionsanalyse der verschiedenen Anteile
  • Unterstützung der Interaktion zwischen den Anteilen
  • Übung
    • „Schaffung des Versammlungsortes“
    • „Arbeitsteam schaffen“
    • Das Prinzip der minimalen Veränderung
    • Verträge schließen

WE8 / Unterschied zwischen Täterloyalen und Täterimitierenden Anteilen

  • Unterschied zwischen Täterloyalen und Täterimitierenden Anteilen
  • Der Umgang mit Täterloyalen Anteilen
  • EP – K Kontaktaufnahme zu kontrollierenden Anteilen
  • Was versteht man unter Mind Control und was bedeutet das für meine KlientIn
  • Fallbeispiele aus der Praxis
  • Was tun, wenn die KlientIn noch Täterkontakt hat
  • Wie kann man in diesem Fall die KlientIn bestmöglich unterstützen
  • Aufbau eines Netzwerks von HelferInnen
  • Wie schütze ich mich vor Sekundärtraumatisierung
  • Aufbau und Erhalt meiner Resilienz